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Das rege Interesse an der Veranstaltung zeigt die gesellschaftliche Relevanz des Themas

| Axel Dietrich
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Fachvortrag Breitbandiges Internet

Wer sich mit der Infrastruktur der Zukunft beschäftigt kommt an diesem Thema nicht vorbei. Der Ausbau von breitbandigen Internetanschlüssen.

Um diesem Zukunftsthema gerecht zu werden hat der VDE/VDI Arbeitskreis Mess- und Automatisierungstechnik, unter Leitung von Axel Dietrich, Wirtschaft, Politik und Interessierte zusammengebracht. Im folgenden einen Veranstaltungsbericht von Siegbert Kmetz.

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Arbeitskreis Mess- und Automatisierungstechnik

Breitbandiges Internet ist die Basis für eine erfolgreiche Wirtschaft und für den Wohlstand

Mit diesem Thema hat der VDE/VDI Arbeitskreis für Mess- und Automatisierungstechnik Düsseldorf einen Volltreffer gelandet. Axel Dietrich konnte als Leiter des Arbeitskreises über 200 Teilnehmer auf dem Vodafone-Campus in Düsseldorf begrüßen, bevor Wolfgang Groß, Vorsitzender des VDE RheinRuhr, die sachkundige Moderation übernahm. Die Zusammenstellung der Fachvorträge war mit den Schwerpunkten Technik – Politik – Anwendung geschickt gewählt. Nachdem Matthias Krömer (Vodafone, Director Corporate Strategy) ein Grußwort als Gastgeber an die Anwesenden auf dem Vodafone-Campus Düsseldorf gerichtet hatte, stellte er kurz sein Unternehmen vor.

Breitbandausbau aus Sicht der Telekommunikationsindustrie und der Politik

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Einleitende Worte durch den Vorsitzenden des AK Mess- und Automatisierungstechnik des VDE/VDI

| Axel Dietrich

Den ersten Fachvortrag des Abends präsentierte Matthias Huckschlag (Vodafone, Director Enterprise Corporate Sales) mit dem Thema „Das Gigabit-Business als Enabler für Ihren zukünftigen Erfolg“. Voraussetzung für Innovationen und Wachstum in Wirtschaft und Gesellschaft ist eine Infrastruktur, die nicht nur aus einem gut ausgebauten Schienen- und Straßennetz besteht, sondern auch ein leistungsstarkes Breitbandnetz, das einen schnellen Informations- und Wissensaustausch ermöglicht. Die Zugangsnetze der nächsten Generation werden mit Glasfasertechnologie die bisherigen auf kupferbasierenden und koaxialen Infrastrukturen teilweise oder ganz ersetzen, was Geschwindigkeiten von 50 Mbit/s und mehr im Downstream ermöglicht.

Im zweiten Fachvortrag informierte Sven Butler (Breitband NRW im Auftrag des Wirtschaftsministeriums) über die Breitbandausbaustrategie des Landes NRW. Kurzfristig ist die flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 50 Mbit/s vorrangig in Schulen und öffentlichen Einrichtungen, sowie die glasfaserbasierte Versorgung der Gewerbegebiete vorgesehen. Danach erfolgt die flächendeckende Versorgung mit Glasfasertechnologie. Zur Erreichung dieser Ziele gibt es Finanzierungsmodelle und Fördermaßnahmen. Das Land NRW bietet sich als erster Ansprechpartner in allen Fragen zum Breitbandausbau an.

Ein Anwendungsbeispiel

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Axel Dietrich

Im dritten und letzten Fachvortrag berichteten Peter Maldaner (Firma iQbis, Geschäftsführer) und Horst Zell (Firma iQbis Sachverständiger) über die Inspektion von Windkraftanlagen mit Hilfe von bildgebenden Verfahren. Windkraft ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung erneuerbarer Energien in Europa. Nicht nur der Windenergiesektor verzeichnet ein starkes Wachstum, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Windräder. Betrug die Nennleistung im Jahr 2000 gerade mal 1 MW, befinden sich heute bereits Prototypen im Offshore-Bereich mit Rotordurchmessern von 170 Metern und 8 MW Nennleistung im Testbetrieb.

Die Inspektion der Windkraftanlagen, speziell der Rotorblätter, erfolgt von Industriekletterern hauptsächlich mittels Sicht- und Klopfkontrollen, die allerdings nur äußere Schäden aufdecken. Das hier vorgestellte Verfahren nutzt den im Fehlerfall unterbrochenen Wärmefluss im Material des Rotorblattes, der durch thermographische Aufnahmen ermittelt wird.

Über eine mobile Datenerfassung werden Infrarotbilder, Digitalfotos und Messwerte an ein Kompetenzzentrum geleitet und deren Auswertung in Form von Prüfberichten, Gutachten, aktuellen Messwerten und Langzeitdaten dem Windkraftanlagenbetreiber übermittelt. Die angeregte Abschlussdiskussion bezeugte das Interesse der Teilnehmer an diesem Themenkomplex.

Im anschließenden Networking standen alle Referenten für weitere Fragen zur Verfügung. Der Erfolg dieser Veranstaltung wird die Initiatoren sicherlich beflügeln. Wir dürfen auf die nächste Vortragsreihe gespannt sein.

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